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Spielanalyse und Sportwetten Tipps – Hamburger SV gegen Werder Bremen

hsv - werder bremen

Derbyzeit im Norden! Am Sonntag, 19.01.2013 steht der immer junge Klassiker im Norden mit dem Aufeinandertreffen des Hamburger SV und Werder Bremen auf dem Programm. Der Auftakt nach der Winterpause verlief für beide Teams nicht nach Maß; Bremen ließ sich von Meister Dortmund mit 5:0 abschlachten, der HSV holte mit dem 1:1 in Nürnberg zumindest einen Punkt. In der Tabelle trennen die beiden Teams nur 3 Punkte voneinander und dieses Spiel ist für beide Mannschaften richtungsweisend, schließlich besteht die Gefahr, im Niemandsland der Tabelle zu versinken. Für ordentlich Spannung ist also gesorgt beim großen Bundesliga Nordderby.

Datum: 27.01.2013 Spielbeginn: 15:30, Imtech Arena, Hamburg

Überblick

Der HSV liegt aktuell auf dem neunten Rang der Bundesliga Tabelle mit 25 Punkten. Der Abstand zu den internationalen Plätzen (aktuell Freiburg) beträgt nur 2 Punkte. Ein Sieg gegen Bremen und die Hanseaten wären somit wieder voll im Geschäft. Verliert man allerdings im Nordderby, kann es auch schnell in die andere Richtung gehen, schließlich wartet schon am Wochenende darauf das Auswärtsspiel in Dortmund, bei dem man auch keine Punkte fix einplanen kann.

Bei Werder Bremen ist die Lage ähnlich. Mit 22 Punkten liegt man auf Rang 12 der Tabelle. Ein Sieg gegen den HSV und die Werder Welt ist wieder in Ordnung. Verliert man allerdings im Nordderby, kann es nach der empfindlichen Klatsche gegen Dortmund auch für Trainer Thomas Schaaf ungemütlich werden und man wird weiter Boden auf die angestrebten internationalen Plätze verlieren.

Nach einem katastrophalen Start in die Hinrunde, in der Trainer Fink schon für viele Beobachter Geschichte war und man vom HSV als Abstiegskandidaten gesprochen hat, konnten sich die Hanseaten wieder aus den unteren Tabellenregionen befreien und durch ein starkes Finish in der Hinrunde der Bundesliga noch recht passabel in die Winterpause gehen. Für den Wandel machten viele den als großen Heilsbringer gefeierten Raffael Van der Vaart verantwortlich, der wohl nicht nur durch seine spielerischen Fähigkeiten für frischen Wind in Hamburg sorgte. Seine Rolle im Spiel gegen Bremen ist allerdings fraglich, da er neben privaten Problemen (Trennung von seiner Frau Sylvie) auch verletzungsbedingt nicht die gesamte Vorbereitung mitmachen konnte. Zum Rückrunden Auftakt gegen Nürnberg war im das auch noch anzumerken, allerdings sollte seine Form nun von Tag zu Tag besser werden. Wie sehr er der Mannschaft am Sonntag helfen kann bleibt aber dennoch eine Unbekannte für dieses Spiel.

Das 1:1 gegen Nürnberg war ein Spiel auf mäßigem Niveau, in dem der Hamburger SV zwei komplett verschiedene Gesichter zeigte. In der ersten Hälfte machte der 1. FCN das Spiel und man fühlte sich an die HSV Performance der frühen Hinrunden Spiele erinnert. Die Kabinenpredigt von Trainer Fink dürfte aber Wirkung gezeigt haben, und so kam man mit neuem Elan zurück auf Feld und spielte die Nürnberger teilweise an die Wand. Rudnevs brachte die Hanseaten auch folgerichtig in der 70 Minute mit einem Kopfball in Führung, der Ausgleich durch Pekhart ließ aber nur 5 Minuten auf sich warten.

Stimmen zum Spiel Nürnberg - HSV

Warum es bei einem Chancenverhältnis von 4:7 nur zu einem Unentschieden gereicht hat liegt einerseits an der großartigen Leistung von Nürnberg Torhüter Schäfer, zum anderen am Unvermögen der Hamburger Vorderleute Chancen zu verwerten (Son, Rudnevs) und ganz einfach am Pech (Pfostenschuss von Son in der Nachspielzeit).

Für das Spiel gegen Bremen muss der HSV auf Innenverteidiger Mancienne verzichten, ein mehr als schmerzlicher Ausfall. Nach seiner Verletzung in Nürnberg wurde er durch Bruma ersetzt der seine Sache auch ordentlich erledigte. Für das Spiel gegen Werder steht neben dem Holländer auch der wiedergenesene Österreicher Paul Scharner als möglicher Ersatz in der Innenverteidigung bereit. Wer auch immer von den beiden spielen wird ist mit Sicherheit als Unsicherheitsfaktor für die Hamburger zu bewerten. Ansonsten wird Trainer Fink auf seine Wunschelf zurück greifen können.

Werder ist nach einer positiv verlaufenen Winterpause mit großen Erwartungen in die Bundesliga Rückrunde gestartet, nach dem Spiel gegen Meister Dortmund hat sich das aber rasch gelegt und man spürt die Hoffnung in Bremen, dass es sich dabei nur um einen einmaligen Ausrutscher gegen groß aufspielende Dortmunder gehandelt hat. Bei 0:5 Toren und einem Chancenverhältnis von 2:9 im eigenen Stadion gibt es nicht viel schönzureden, allerdings muss angemerkt werden, dass der Spielverlauf mit dem schnellen Tor durch Reus den Dortmundern sehr in die Hände gespielt hat. Die erste Hälfte von Werder war zwar nicht gut, aber erträglich, wirklich bedenklich wurde es nach dem 0:3 als sich die Mannschaft hängen ließ und das Spiel verloren gegeben hat. Die Probleme in der Hintermannschaft sind bei Werder ja alt bekannt, nach vorne ging in diesem Spiel ohne den gesperrten Arnautovic aber gar nichts.

Das Projekt von Trainer Thomas Schaaf ähnlich wie die Spanier ohne echte Spitze zu spielen kann somit als gescheitert betrachtet werden, auch wenn er (und damit hat er wohl recht) den Grund für die Niederlage nicht im System sieht. Nachdem Arnautovic für dieses Spiel wieder zur Verfügung steht, hat sich diese Frage ohnehin für das Spiel gegen den HSV erübrigt und es wird wieder die Stammformation aus der Hinrunde mit den beiden Außenstürmern Elia und Arnautovic sowie der echten Spitze Petersen auflaufen.

Aus den Reaktionen der Spieler nach dem Spiel und während der Woche geht ganz klar hervor, dass man sich gegen den HSV wieder für die schlechte Leistung rehabilitieren will und ich denke, dass Team wird auch richtig Gas geben um in Hamburg etwas Zählbares mitzunehmen. Fraglich bleibt nur wie es sich mit der Moral der Mannschaft verhält, sollte man auch in Hamburg früh mit 1:0 oder gar 2:0 in Rückstand geraten.

Die Interviews nach dem Spiel und eine Audio Zusammenfassung der Highlights von Werder gegen Dortmund

Neben der Umstellungen im Spiel die durch die Rückkehr von Arnautovic möglich sind, ist Thomas Schaaf nicht dazu gezwungen weitere Änderungen vorzunehmen. Neben dem länger verletzten Bargfrede sind alle Mann frei von Verletzungen. Am Dienstag dieser Woche wurde eine kleine Verletzung von Elia für kurze Zeit in den Medien zur Katastrophe hochstilisiert, wie sich aber herausstellte, ist ein Einsatz am Sonntag kein Problem. Nachdem man gegen den BVB keine einzige Karte (!) erhielt, sind auch keine gesperrten Spieler im Lager der Bremer zu befürchten.

Wie oben beschrieben zeigte der HSV nicht nur 2 unterschiedliche Spielhälften gegen Nürnberg, auch in der Bundesliga Hinrunde zeigte die Formkurve nach sehr schwachem Beginn mit Fortdauer der Meisterschaft deutlich nach oben. Vor eigenem Publikum reichte es zu fünf Siegen und drei Niederlagen in der ersten Saisonhälfte. Das Torverhältnis der acht Heimspiele bislang beträgt nur 10:8. Generell fallen bei Spielen mit Beteiligung der Hamburger am wenigsten Tore aller Bundesliga Teams mit nur 2,28 Toren pro Spiel.

In dieser Wertung rangiert Bremen an vierter Stelle mit durchschnittlich 3,44 Toren mit Werder Beteiligung. Die Durchwachsene Hinrunde mit ständigen Formschwankungen scheint sich in der Rückrunde fortzusetzen, zumindest wenn es nach den Bremern geht die auf die herbe Niederlage gegen Dortmund wieder Punkte sammeln wollen. Besonders auswärts konnte man bislang nicht überzeugen mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen aus den bisherigen Spielen in der Fremde.

Werder konnte die letzten 3 Bundesliga Spiele gegen Hamburg für sich entscheiden, sehr zum Leidwesen von HSV Sportdirektor Arnesen wie er auch im BILD Interview zugegeben hat: Von den letzten 5 Begegnungen dieser beiden Teams gegeneinander endeten drei mit mindestens drei Toren im Spiel (1:3, 4:0, 3:2).

Auch wenn der HSV für seinen starken Defensivverbund und die Ordnung im Spiel bekannt ist, gehe ich davon aus, dass wir am Sonntag ein trefferreiches Spiel erleben werden. Dies liegt zum einen an der Ausgangssituation, die beide Teams zum Siegen zwingt. Verliert der HSV dieses Spiel und auch am folgenden Wochenende gegen Dortmund, werden die Stimmen gegen den Trainer schnell wieder laut. Mit einem Sieg kann man den Anschluss an die internationalen Plätze wahren. Bei Werder ist ein Sieg nach der Schlappe gegen Dortmund ebenso Pflicht um die Ruhe an der Weser zu bewahren. Ein Unentschieden würde beiden Teams nicht wirklich weiterhelfen.

Die Bremer Hintermannschaft ist nicht gerade für ihre hohe Qualität bekannt, zudem macht es der offensive Spielstil schwer für die Verteidiger Tore zu verhindern. Mit der Rückkehr von Arnautovic und dem damit einhergehenden gewohnten System kann man den Bremern aber auf jeden Fall Tore in Hamburg zutrauen. Ebenso sollte sich dies durch die Verletzung von Mancienne leichter gestalten, da sowohl Bruma als auch Scharner als mögliche Ersatzleute nicht die Sicherheit des etatmäßigen Innenverteidigers aufweisen.

Tipp:mehr als 2,5 Tore

Quote: 1,70

HSV: Adler – Diekmeier – Bruma – Westermann – Jansen – Badelj – Arslan – Aogo – Van der Vaart – Son - Rudnevs

Werder: Mielitz – Gebre Selassie – Prödl – Sokratis – Schmitz – Junuzovic – Hunt – Elia – Arnautovic – de Bruyne - Petersen

Tipp